Fragst du dich, wie du erkennen kannst, ob sich dein Intranet wirklich gut entwickelt? Das Geheimnis liegt darin, seine Analytics zu verstehen. In diesem Leitfaden schauen wir uns Key Performance Indicators (KPIs) an, zeigen dir, wie du die Daten interpretierst, und teilen einige Strategien, um diese KPIs kontinuierlich zu verbessern.
Denk daran, dass Analytics-Daten nur dann sinnvoll sind, wenn sie im Zusammenhang mit den Zielen deines Intranets betrachtet werden. Willst du die interne Kommunikation verbessern, die Zusammenarbeit fördern oder den Zugang zu wichtigen Informationen erleichtern? Deine Ziele bestimmen, welche Metriken am wichtigsten sind.
Quantitative Metriken: Was du verfolgen solltest und warum
Quantitative Daten geben dir Zahlen zum Nutzerverhalten und zur Leistung deiner Plattform.
Nutzerakzeptanz: Wie viele Leute nutzen es?
➡️ Aktive Nutzer sind dein Hauptindikator dafür, wie gut dein Intranet angenommen wird.
- Was es bedeutet: Die Anzahl der eindeutigen Nutzer, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z. B. einer Woche oder eines Monats) auf deine Plattform zugegriffen haben.
- Interpretation: Vergleiche diese Zahl mit der Anzahl der aktivierten Benutzerkonten. Berechne den Prozentsatz; ein höherer Prozentsatz bedeutet, dass mehr Leute dein Intranet nutzen.
- Umsetzbare Erkenntnis: Wenn die Akzeptanz niedrig ist, überlege, wie du dein Intranet unverzichtbar machen kannst. Schau dir die täglichen Aufgaben deiner Mitarbeiter an, bei denen sie Informationen benötigen. Was kannst du deinem Intranet hinzufügen, um sie anzuziehen, wie tägliche Aufgaben oder Urlaubsanträge? Das fördert eine intensivere Nutzung, weil es echten Mehrwert für ihren Alltag und ihre Arbeit bietet.
📚 Weitere Infos findest du unter Analytics Benutzerverhalten.
💡 Fokus auf Frontline-Mitarbeiter? Finde Tipps, um die mobile App zu fördern in Deskless Worker dazu bringen, deine Mitarbeiter-App zu nutzen.
Engagement-Verhältnis: Zuschauer vs. Mitwirkende
➡️ Vergleiche deine Zuschauer und Mitwirkenden. Deine Interagierenden/Erstellenden Nutzer sind Nutzer, die aktiv reagieren, kommentieren, Inhalte teilen oder erstellen. Im Gegensatz dazu sind deine aktiven Nutzer bzw. anzeigende Nutzer diejenigen, die Inhalte einfach nur ansehen oder lesen, ohne aktiv zu werden.
- Was das bedeutet: Dieses Verhältnis zeigt, wie lebendig deine Intranet-Community ist.
- Interpretation: Mehr interagierende und erstellende Nutzer bedeuten eine engagiertere und aktivere Community.
- Umsetzbare Erkenntnis: Wenn viel mehr Leute zuschauen als interagieren, konzentriere dich darauf, Beiträge zu fördern. Das kann bedeuten, das Erstellen von Inhalten durch freiere Berechtigungen zu erleichtern, Kampagnen zur Förderung des Engagements zu starten oder großartige nutzergenerierte Inhalte hervorzuheben oder zu belohnen. Gestalte dein Intranet so, dass es soziale Interaktion und Teilnahme natürlich fördert.
📚 Tauche ein mit Analytics Benutzerverhalten und Analytics Intranet Inhalte.
💡 Finde Tipps zur Verbesserung in Wie man Zuschauer zu aktiven Benutzern macht und Wie man Zuschauer zu Mitwirkenden machen.
Zugriffsmuster: Mobile App vs. Web
➡️ Vergleiche die Nutzung nach Schnittstelle. Mobile App Nutzung erfasst Nutzer, die über die Mobile App auf das Intranet zugreifen, während Web Nutzung Nutzer misst, die über einen Webbrowser am Computer darauf zugreifen.
- Was es bedeutet: Das zeigt, wie Nutzer bevorzugt auf dein Intranet zugreifen.
- Interpretation: Hohe App-Nutzung bedeutet oft, dass du eine mobile Belegschaft hast (wie Frontline-Mitarbeiter), während hohe Web-Nutzung auf ein bürobasiertes Publikum hinweist.
- Umsetzbare Erkenntnis: Passe deine Content-Strategie an die bevorzugte Zugriffsart an, entweder plattformweit oder für bestimmte Seiten oder Communities. Wenn die mobile Nutzung hoch ist, stelle sicher, dass Inhalte mobilfreundlich, kurz und leicht auf kleineren Bildschirmen lesbar sind. Das hilft dir auch, Fragen zur mobilen Zugänglichkeit zu klären.
📚 Tauche ein mit Anzeige der Datenaufschlüsselung nach Web oder Mobile.
💡 Fokus auf Frontline-Mitarbeiter? Tipps findest du unter "Erstellung von Inhalten für Mobile-First-Empfänger."
Content-Erstellung: Was wird erstellt?
➡️ Betrachte die Gesamtzahl der neuen Artikel oder Beiträge, die auf deiner Plattform erstellt werden.
- Was es bedeutet: Das zeigt, wie viel Nutzer beitragen und wie aktiv die Plattform ist.
- Interpretation: Hohe Zahlen für erstellte Inhalte bedeuten eine lebendige Community, in der sich Nutzer wohlfühlen und beitragen möchten.
- Umsetzbare Erkenntnis: Fördere mehr Interaktion und Content-Erstellung, wenn die Zahlen niedrig sind. Wenn die Plattform zu voll wird, überlege, die Nutzerrechte zu überprüfen oder Tools wie Hashtags zu nutzen, um Nutzern das Finden von Inhalten zu erleichtern.
📚 Vertiefe dich mit Analytics Intranet Inhalte oder Analytics Studio Inhalte.
Benutzeraktivität: Mehr als nur schauen
➡️ Verfolge Benutzeraktionen wie Reaktionen, Kommentare und Shares.
- Was das bedeutet: Diese Metriken geben dir einen detaillierten Einblick, wie Nutzer mit bestimmten Inhalten interagieren, und zeigen ihre Vorlieben und Verhaltensweisen.
- Interpretation: Zu verstehen, wo und wie Nutzer aktiv teilnehmen, ist der Schlüssel, um dein Intranet effektiv zu verwalten.
- Umsetzbare Erkenntnis: Nutze diese Daten, um Engagement-Möglichkeiten zu schaffen, die den Vorlieben der Nutzer entsprechen. Wenn eine bestimmte Art von Inhalt viel Engagement erhält, erstelle mehr davon. Wenn eine Funktion wenig genutzt wird, finde heraus warum und überlege, Änderungen vorzunehmen oder Tipps bzw. Schulungen anzubieten.
📚 Vertiefe dich mit Analytics Intranet Inhalte oder Analytics Studio Inhalte.
Reichweite von Unternehmensnachrichten
➡️ Konzentriere dich auf die Reichweite, also die Anzahl der Mitarbeitenden, die eine bestimmte Nachricht gesehen haben (z. B. einen Blog-Beitrag oder einen Studio-Post).
- Was es bedeutet: Das zeigt dir, wie viele Mitarbeitende wichtige Unternehmenskommunikationen gesehen haben.
- Interpretation: Vergleiche diese Zahl mit deiner gesamten Zielgruppe, um den Prozentsatz der erreichten Mitarbeitenden zu sehen. Für grundlegende Nachrichten solltest du über eine Lesebestätigung nachdenken, um nachzuverfolgen, wer sie zur Kenntnis genommen hat.
- Umsetzbare Erkenntnis: Eine geringe Reichweite bei wichtigen Nachrichten bedeutet, dass du deine Kommunikationsstrategie verbessern musst. Das kann bedeuten, andere Kanäle zu nutzen, bessere Überschriften zu schreiben, die Nachrichten zugänglicher zu machen oder Timing und Zielgruppenansprache zu optimieren.
📚 Vertiefe dich mit Analytics Studio Inhalte.
💡 Finde Tipps, wie du sicherstellst, dass Informationen deine Mitarbeitenden erreichen, in Verbesserung der Reichweite von Nachrichten und Informationen in deinem Intranet.
Qualitative Metriken: Tiefere Einblicke
Qualitative Daten helfen dir, das „Warum“ hinter den Zahlen zu verstehen.
Inhalte, Seiten und Communities mit hohem Engagement
➡️ Finde heraus, welche Inhalte, Seiten oder Communities in bestimmten Zeiträumen (wöchentlich, monatlich, jährlich) das meiste Engagement erzielen (basierend auf Ansichten, Interaktionen und verbrachter Zeit).
- Was das bedeutet: Das gibt dir einen klaren Weg, um erfolgreiche Inhalte zu erstellen und starke Communities aufzubauen.
- Interpretation: Das sind die Themen, Formate und Community-Bereiche, die deinen Empfängern am wichtigsten sind.
- Umsetzbare Erkenntnis: Erstelle mehr Inhalte, die diesen leistungsstarken Bereichen ähneln. Nutze diese Erkenntnisse, um Entscheidungen zu treffen, die zu dem passen, was deine Nutzer mögen, und hilf so deinem Intranet, langfristig erfolgreich zu sein.
📚 Vertiefe dich mit Analytics Intranet Inhalte, Analytics Seiten und Analytics Communities.
Am häufigsten benutzte Startseiten
➡️ Finde heraus, welche Startseiten (wie Abteilungs-, regionale oder allgemeine) am häufigsten aufgerufen werden.
- Was das bedeutet: Das zeigt, welche Hubs oder Einstiegspunkte ins Intranet für verschiedene Nutzergruppen am wichtigsten sind.
- Interpretation: Erkenntnisse aus dieser Metrik können Chancen aufzeigen, persönlichere Erlebnisse zu schaffen oder Bereiche, in denen Standard-Startseiten die Nutzerbedürfnisse nicht erfüllen.
- Umsetzbare Erkenntnis: Verbessere die meistgenutzten Startseiten für ein besseres Nutzererlebnis. Sorge dafür, dass sie übersichtlich, einfach zu bedienen sind und schnellen Zugriff auf wichtige Informationen und Tools bieten.
📚 Vertiefe dich mit Analytics Startseiten.
Das Stimmungsbild verstehen
➡️ Erkenne die Inhalte, die wirklich Emotionen in deiner Belegschaft wecken, egal ob diese Gefühle positiv, negativ oder sogar differenziert neutral sind.
- Was das bedeutet: Das gibt dir Einblick in die allgemeine Stimmung, Zufriedenheitslevel und das emotionale Klima rund um verschiedene Themen und Diskussionen in deinem Intranet. Es ist eine starke Methode, um nicht nur zu verstehen, was die Leute sagen, sondern wie sie sich dabei fühlen.
- Interpretation: Eine überwiegend positive Stimmung zeigt eine gesunde, unterstützende Community, während ein Anstieg negativer Stimmung auf zugrundeliegende Probleme, Frustrationen oder Bereiche hinweisen kann, die Aufmerksamkeit brauchen.
- Umsetzbare Erkenntnis: Nutze das, um die Mitarbeiterstimmung einzuschätzen und potenzielle Schmerzpunkte oder Bereiche mit starkem positivem Feedback zu identifizieren. Gehe wiederkehrende negative Themen an oder verstärke positive Stimmung, indem du Beiträge und erfolgreiche Initiativen anerkennst.
📚 Tauche ein mit Analytics Intranet Inhalte oder Analytics Studio Inhalte.
💡 Gehe negative Stimmungen auf die richtige Weise an mit Best-Practice für das Interpretieren und Reagieren auf negative Stimmungen in deinem Intranet.
Verstehen, wonach Nutzer suchen
➡️ Verfolge die am häufigsten gesuchten Begriffe, die Nutzer in die Suchleiste deines Intranets eingeben.
- Was es bedeutet: Das zeigt, welche Informationen Nutzer aktiv suchen. Es ist ein direkter Einblick in ihre Bedürfnisse und Wissenslücken.
- Interpretation: Das hebt die häufigsten Informationsbedürfnisse hervor. Ein hohes Suchvolumen für ein bestimmtes Thema zeigt dessen Bedeutung für deine Nutzer. Unerwartete oder neue Begriffe, die du noch nicht bedacht hast, zeigen aufkommende Bedürfnisse oder Bereiche, in denen Nutzer Schwierigkeiten haben, Informationen zu finden.
- Umsetzbare Erkenntnis: Wenn viele Nutzer nach denselben Informationen suchen, solltest du erwägen, neue Inhalte zu erstellen, um diesen Bedarf zu decken, oder bestehende Inhalte zu aktualisieren, um sie besser auffindbar zu machen. Die Verwendung von Hashtags kann auch helfen, die Auffindbarkeit zu verbessern.
📚 Tauche ein mit Analytics Suchen.
Strategien für kontinuierliche Verbesserung
Analytics-Daten sind kein einmaliger Bericht; sie sind ein kontinuierlicher Feedbackprozess.
- Setze einen Ausgangspunkt und Ziele: Bevor du Erfolg messen kannst, musst du wissen, wo du startest. Notiere deine ersten KPIs, um eine Basislinie festzulegen. Dann setze spezifische, messbare, erreichbare, relevante und zeitgebundene (SMART) Ziele für Verbesserungen fest. Zum Beispiel: „Erhöhe die Zahl der monatig aktiven Nutzer innerhalb der nächsten sechs Monate um 15 %.“
- Suche nach Trends, nicht nur nach Momentaufnahmen: Daten eines einzelnen Tages oder einer einzelnen Woche können irreführend sein. Suche nach Trends über die Zeit (z. B. Monat-zu-Monat oder Quartal-zu-Quartal). Die „Delta“-Metrik hilft dir, die aktuelle Leistung mit der vorherigen Zeitperiode zu vergleichen und zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Steigen die aktiven Nutzer konstant? Geht das Engagement in einer bestimmten Community zurück?
- Verbinde die Punkte: Sieh dir die Metriken nicht isoliert an. Wenn zum Beispiel die Nutzerakzeptanz niedrig ist, vergleiche sie mit der Inhaltserstellung. Vielleicht gibt es nicht genügend frische, relevante Inhalte, um Nutzer anzuziehen. Wenn eine News-Aktualisierung eine geringe Reichweite aufweist, prüfe, ob sie zur besten Zeit veröffentlicht wurde oder ob sie auf die richtigen Empfänger und Kanäle ausgerichtet war.
- Das „Reinigungs“-Gebot: Intranets werden mit der Zeit unübersichtlich. Überprüfe daher regelmäßig Seiten- und Community-Besuche. Denke darüber nach, Communities zu archivieren, die dauerhaft wenig aktiv sind, untersuche, warum Seiten nicht mehr nützlich sind, und ergreife Maßnahmen. Nutze unsere Checkliste, um dein Intranet sauber und organisiert zu halten als Leitfaden.
- Teste und experimentiere: Basierend auf deinen Erkenntnissen, hab keine Angst, Neues auszuprobieren. Wenn du zum Beispiel Interaktionen steigern möchtest, probiere verschiedene Möglichkeiten aus, um auf deinen Inhalten zu Aktionen anzuregen (z. B. das Hinzufügen einer Umfrage, um Feedback zu sammeln). Wenn du das Mobile-Engagement erhöhen willst, versuche, eine bestimmte Seite für Mobile zu optimieren, indem du nur native Apps nutzt, und vergleiche, wie sie im Vergleich zur Desktop-Version abschneidet.
- Bitte um Feedback: Während Analytics dir sagen, was passiert, können Nutzerumfragen, Fokusgruppen und informelle Gespräche dir sagen, warum. Kombiniere die Zahlen mit direktem Feedback, um ein vollständiges Bild zu erhalten. Engagieren sich Nutzer nicht, weil sie Inhalte nicht finden, oder weil die Inhalte nicht relevant sind? Frag sie.
- Erfolge teilen und feiern: Teile die Leistung deines Intranets mit Führungskräften und Mitarbeitern. Hebe Erfolge hervor, insbesondere solche, die durch Beiträge der Nutzer entstanden sind. Diese Offenheit schafft ein Gefühl der Zugehörigkeit und fördert die kontinuierliche Beteiligung. Zum Beispiel zeigt „Wir haben im letzten Quartal einen Anstieg der Reaktionen und Kommentare zu unseren Unternehmensnachrichten um 20 % gesehen, was zeigt, wie aktiv ihr alle mit wichtigen Updates interagiert!“ den Nutzern, dass ihre Interaktionen wahrgenommen werden.
- Ständig verbessern: Die digitale Welt und die Bedürfnisse deines Unternehmens ändern sich ständig. Der Erfolg des Intranets ist eine fortlaufende Reise, kein Ziel. Überwache weiterhin deine KPIs, passe deine Strategien anhand deiner Erkenntnisse an und verbessere dein Intranet, um den sich wandelnden Bedürfnissen deiner Belegschaft gerecht zu werden.
Wenn du dein Intranet mit Daten verwaltest, gehst du über Vermutungen hinaus. Du wirst seine Wirkung wirklich sehen und so eine vernetztere, informiertere und engagiertere Belegschaft schaffen.