Dein Intranet ist das Herzstück deiner Unternehmenskultur, Zusammenarbeit und Produktivität. Eine effektive interne Kommunikation (von oben nach unten, von unten nach oben und über alle Ebenen hinweg) auf dieser Plattform ist äußerst wichtig. Doch allzu oft bleiben Führungskräfte – genau die Personen, die die Ausrichtung und Kultur des Unternehmens prägen – außen vor.
Das ist ein strategisches Versäumnis. Damit ein Intranet wirklich funktioniert, ist die aktive Einbindung der Führungskräfte ein Muss. Wie kannst du dieses Wissen also in ein beständiges, sinnvolles Engagement deiner vielbeschäftigten Führungskräfte umsetzen?
Ausrichtung an Geschäftsprioritäten
Führungskräfte werden von Ergebnissen angetrieben. Um ihre Aufmerksamkeit und ihr Engagement zu gewinnen, musst du zeigen, wie die Beteiligung am Intranet die bestehenden strategischen Ziele und KPIs direkt unterstützt.
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Verbindung zum Unternehmenserfolg: Konzentriert sich deine Organisation auf Mitarbeiterbindung, Produktivität, Innovation oder kulturelle Transformation? Zeige, wie die Präsenz der Führungskräfte im Intranet dazu beitragen kann:
- Reduzierung der Fluktuation: Indem sie ein Gefühl der Zugehörigkeit und Offenheit fördern, können Führungskräfte dazu beitragen, dass sich Mitarbeiter wirklich geschätzt und gut informiert fühlen, was sich positiv auf die Bindung auswirken kann.
- Steigerung der Produktivität: Offene und konsistente Kommunikation von der Führungsebene hilft, Verwirrung zu beseitigen und verschwendete Anstrengungen zu minimieren. Es ermöglicht den Führungskräften, wichtige Informationen schnell zu teilen und die strategische Ausrichtung für alle Beteiligten zu klären.
- Förderung von Innovation: Wenn Führungskräfte auf Ideen der Mitarbeiter im Intranet eingehen, zeigt dies, dass Innovation wirklich geschätzt wird. Dies fördert eine engagierte und kreative Belegschaft, in der jeder seine einzigartigen Perspektiven einbringen kann.
- Stärkung der Unternehmenskultur: Wenn Führungskräfte die Unternehmenswerte aktiv durch ihre Intranet-Aktivitäten demonstrieren, stärkt dies wirklich die Unternehmenskultur.
- Kostenersparnisse hervorheben: Ein gut genutztes Intranet kann sicherlich dazu beitragen, teure Town-Hall-Veranstaltungen, lange E-Mail-Ketten, unnötige Teams-Gespräche und frustrierende Informationssuchen zu reduzieren. Quantifiziere diese Einsparungen, wo möglich.
- Löse ihre Probleme: Frage die Führungskräfte nach ihren Kommunikationsherausforderungen. Haben sie Schwierigkeiten, Teams zu erreichen? Gehen Nachrichten in E-Mails verloren? Positioniere das Intranet als ihre Lösung für diese Probleme.
Mach es einfach
Führungskräfte sind zeitlich eingeschränkt. Je einfacher du es für sie machst, sich zu engagieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie dies tun.
- Biete einen "Done for You"-Service an: Nutze ihre Assistenten oder Ähnliches, um beim Ghostwriting von Beiträgen, Verfassen von Ankündigungen oder Erstellen von Inhalten in ihrem Namen zu helfen. Sie können alles leicht überprüfen und genehmigen, und wenn sie es wertvoll und praktisch finden, können sie später mehr Verantwortung übernehmen.
- Biete Inhaltsanregungen und Vorlagen an: Stelle eine Liste mit vorgeschlagenen Themen bereit, die für ihre Rolle und die Ziele der Organisation relevant sind. Schlage Vorlagen für verschiedene Arten von Beiträgen vor (z. B. "Wöchentliche Updates", "Feiern von Teamerfolgen").
- Nutze vorhandene Inhalte: Schlage zu Beginn vor, dass Führungskräfte Inhalte wiederverwenden, die sie bereits für andere Plattformen erstellt haben. Wenn sie an einer Veranstaltung teilnehmen und auf LinkedIn posten, schlage vor, eine kurze Mitteilung davon auf ihrer persönlichen Timeline zu veröffentlichen, zusammen mit einigen ansprechenden Bildern. Wenn sie sich mit dem Intranet vertraut machen, ermutige deine Führungskräfte, zuerst im Intranet zu posten und erst danach auf anderen Plattformen. Auf diese Weise wird die Nachricht zuerst intern geteilt, was die Mitarbeiter das Gefühl vermittelt, dass die Führungskräfte sie mehr schätzen als ihre Social-Media-Follower.
- Kurze, überfliegbare Formate: Betone, dass nicht jeder Beitrag ein langer Aufsatz sein muss. Kurze Updates, Stichpunkte, Videos oder Bilder können sehr effektiv sein. Ihre Inhalte im Intranet müssen nicht immer formell sein.
- Biete Schulungen und Coaching an: Biete prägnante, fokussierte Schulungssitzungen zu den Funktionen des Intranets und Best-Practice für die Kommunikation der Führungskräfte an. Es geht nicht nur darum, auf Buttons zu klicken; es geht darum, was kommuniziert wird und warum es wichtig ist.
- In bestehende Workflows integrieren: Können Intranet-Updates mit bestehenden Besprechungsrhythmen oder Berichterstattungszeiten verknüpft werden? Zum Beispiel könnte eine Führungskraft nach einer Quartalsüberprüfung oder einer All-Hands-Besprechung eine kurze Zusammenfassung und einen Ausblick im Intranet teilen.
Gehe mit gutem Beispiel voran (aus dem Kommunikationsteam heraus)
Man kann nicht erwarten, dass Führungskräfte - und sogar Benutzer - aktiv sind, es sei denn, man geht mit gutem Beispiel voran.
- Sei Intranet-Power-User: Das Intranet-Team und interne Kommunikatoren sollten die aktivsten und sichtbarsten Benutzer sein. Veröffentliche regelmäßig, interagiere mit Inhalten und zeige die Fähigkeiten der Plattform. Und finde regelmäßige Power-Benutzer, indem du ein Netzwerk für Intranet-Champions aufbaust.
- Zeige Erfolgsgeschichten: Wenn eine Führungskraft einen Beitrag veröffentlicht, hebe ihren Erfolg hervor! Teile ihnen Engagement-Metriken (Reaktionen, Kommentare, Ansichten, Stimmung) privat mit. Anerkenne ihre Beiträge in Newslettern oder Team-Meetings, um positives Verhalten zu fördern.
- Kuratieren und Bewerben von Führungsinhalten: Lass ihre Beiträge nicht einfach liegen. Teile sie und integriere sie in andere Kommunikationen (z. B. ein "Leader Spotlight" in deinem Newsletter), um die Sichtbarkeit zu maximieren und ihre Wirkung zu verstärken.
Lade zur Interaktion und zum Feedback ein
Ein soziales Intranet ist nicht nur ein Kanal für die Kommunikation von oben nach unten. Führungskräfte müssen es als einen Ort für Diskussionen betrachten.
- Ermutige Kommentare und Fragen: Bitte die Führungskräfte ausdrücklich darum, ihre Beiträge mit einer Frage zu beenden oder eine Umfrage zu verwenden, um die Interaktion zu fördern. Versuche, Kommentare in Beiträgen nur dann zu deaktivieren, wenn es wirklich notwendig ist. Die Kommentarfunktion offen zu lassen, zeigt den Mitarbeitern, dass ihre Meinungen zählen und geschätzt werden.
- Verpflichte dich zur Beantwortung: Ermutige unsere Führungskräfte, schnell und aufrichtig auf Kommentare und Fragen zu antworten. Selbst ein einfaches "Großartige Frage, ich werde das prüfen!" zeigt echtes Engagement.
- Zeige Feedback in Aktion: Wenn Mitarbeiter-Feedback aus dem Intranet zu einer positiven Veränderung oder einer neuen Initiative führt, betone diese Verbindung in einem neuen Beitrag: "Basierend auf euren Kommentaren zum Beitrag von [Name des Leaders] über [Thema] haben wir uns entschieden, [Initiative] umzusetzen!" Dies zeigt, dass Engagement tatsächlich zu Auswirkungen führt.
- Verwende Daten, um den Wert zu belegen: Verfolge und berichte Content-Metriken für Führungsposts. Welche Themen werden am meisten angesehen? Welche Formate erhalten die meisten Kommentare? Nutze diese Daten, um deine Strategie zu verfeinern und den Führungskräften den greifbaren Einfluss ihrer Bemühungen zu zeigen.
Hilfreiche Tipps, wie du Benutzer dazu anregen kannst, mit Inhalten zu interagieren, findest du unter Wie du Betrachter zu Aktiven in deinem Intranet machst.
Schaffe einen sicheren Raum
Es ist üblich, dass Führungskräfte auf LinkedIn sehr aktiv sind, aber im Intranet zurückhaltender. Dies liegt nicht an mangelndem Interesse an der Kommunikation, sondern oft an einem Gefühl der Verletzlichkeit bei internen Beträgen. Dein Ziel sollte es sein, das Intranet zu einem sicheren und wertvollen Raum zu machen, in dem Führungskräfte mit ihrer Belegschaft in Verbindung treten können. Indem Führungskräfte zuerst im Intranet posten, können sie direkte, interne Verbindungen aufbauen, bevor sie extern auf Plattformen wie LinkedIn teilen.
- Betonung der psychologischen Sicherheit: Versichere den Führungskräften, dass das Intranet eine interne Umgebung ist, in der authentische Kommunikation, einschließlich des Stellens von Fragen oder der Anerkennung von Herausforderungen, ermutigt und als Stärke, nicht als Schwäche, angesehen wird.
- Definiere "angemessene" Verletzlichkeit: Hilf den Führungskräften zu verstehen, dass Verletzlichkeit nicht bedeutet, alle Beschwerden öffentlich zu machen. Es bedeutet, Einblicke zu teilen, zuzugeben, wenn eine Entscheidung schwierig war, um Input zu bitten oder Unsicherheit an geeigneter Stelle anzuerkennen. Dies baut Vertrauen und Beziehungsfähigkeit auf.
- Hebe den Vorteil der "Inside Story" hervor: Positioniere das Intranet als den Ort für "echte Gespräche" – den Kontext, die Herausforderungen und Nuancen, die extern auf LinkedIn nicht geteilt werden können.
- Coaching zum Umgang mit schwierigen Kommentaren: Biete Anleitung dazu, wie man auf kritische oder herausfordernde Kommentare konstruktiv, transparent und professionell reagiert. Dies baut Vertrauen auf und zeigt ein Engagement für offenen Dialog. Mehr dazu erfährst du unter Best-Practices-Methoden zur Interpretation und Reaktion auf negatives Sentiment.